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Aktuelle News
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Antrittsbesuch bei Ministerpräsident Platzeck
 In seiner Funktion als Präsident des Landesfischereiverbandes wurde Gernot Schmidt heute von Brandenburgs Ministerpräsidenten Matthias Platzeck empfangen. In dem gut einstündigen Gespräch präsentierte sich der Ministerpräsident gut vorbereitet. Eine weite Palette von Themen wurde von ihm angesprochen. Zu Aspekten wie den akuten Problemen in der Karpfenteichwirtschaft, der Situation der Fischerei im Land Brandenburg insgesamt, den Konfliktfeldern rund um den Kormoran oder der Ausweisung von Naturschutzgebieten in fischereilich genutzten Arealen wollte er die Sichtweise des Landesfischereiverbandes hören. Matthias Platzeck lies sich ebenfalls über den Stand der Vorbereitungen für die im August in Potsdam stattfindende Behinderten-Weltmeisterschaft im Angelsport unterrichten. Auch der in der Erarbeitung befindlichen Regelung zur Benutzung von Waldwegen durch Mitglieder des Landesanglerverbandes bei der Anfahrt zu Angelgewässern galt sein Interesse.
Daneben war Zeit für ein kurzes Interview, das in Ausgabe 3/2008 des Märkischen Anglers erscheinen wird. | Autor: Lars Dettmann E-Mailkontakt | News vom: 10.07.2008 |
Pressekonferenz der besonderen Art
 Am 09.07.2008 hatten der NABU-Brandenburg und der Landesfischereiverband zur ersten gemeinsamen Pressekonferenz geladen. In den vorangegangenen Wochen hatten beide Verbände ein Positionspapier zur aktuellen Situation der Teichwirtschaft im Land Brandenburg erarbeitet.
Auch wenn man in bestimmten Detailfragen noch unterschiedlicher Ansicht ist, sehen beide Seiten dringenden Handlungsbedarf, um den Teichwirten im Land zu helfen.
Doch diese Konstellation war nicht das einzig Ungewöhnliche an dieser Pressekonferenz. Gemessen an der Anzahl der Medienvertreter war deren Interesse an der Sache eher gering. Dagegen nahmen sich Rüdiger Schubert als Abteilungsleiter im Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Verbraucherschutz, sowie der für Jagd und Fischerei zuständige Referatsleiter, Dr. Maier, die Zeit. In der sich rasch ergebenden Diskussion unterstrich Rüdiger Schubert, dass auch das Ministerium alles daran setzt, den Teichwirten zu helfen. So liegt in Brüssel der Entwurf einer Verordnung zum Vertragsnaturschutz zur Notifizierung vor, in dem auch die Teichwirtschaft berücksichtigt wurde.

| Autor: Lars Dettmann E-Mailkontakt | News vom: 10.07.2008 |
Brandenburgs Teichwirtschaften in Not!
 Sie existieren zum Teil seit vielen Jahrhunderten und kaum einer sieht es den Karpfenteichen heute an, dass sie im Grunde künstliche Anlagen zur Fischproduktion sind. Im Schlepptau der extensiven Karpfenproduktion konnten sich eine Vielzahl seltener und zum Teil bedrohter Tier- und Pflanzenarten in den Teichanlagen niederlassen. Doch die so vielerorts entstandene Idylle ist bedroht. Verschiedene Faktoren haben in den letzten Jahren dazu geführt, dass sich die Bedingungen für die Teichwirtschaften deutlich verschlechtert haben. Wassermangel durch klimatische Veränderungen, zum Teil beträchtliche Fraßschäden durch geschützte Tierarten wie den Kormoran, produktionsbeschränkende Auflagen des Naturschutzes, Billigimporte von Speisekarpfen aus Osteuropa und das sich weiter ausbreitende Koi-Herpesvirus machen den Teichwirten Probleme. Die unter diesen Bedingungen noch zu erwirtschaftenden Erträge sind in vielen Betrieben nicht mehr kostendeckend. Zuschüsse aus dem Kulturlandschaftspflegeprogramm (KULAP) für naturschutzfachliche Leistungen der Teichwirte ermöglichten es den Betrieben dennoch, wirtschaftlich weniger rentable Teiche weiter zu betreiben, die naturschutzfachlich hingegen regelmäßig einen hohen Stellenwert haben.
Mit der Umstellung von Förderrichtlinien hat die EU die Teichwirte aus dem Kreis der Empfänger von KULAP-Mitteln gestrichen. Eine Unterstützung der Teichwirtschaften läuft nun ausschließlich über den Europäischen Fischereifond. Dessen Finanzausstattung für das Land Brandenburg reicht jedoch bei weitem nicht aus, um eine notwendige Grundförderung der Teichwirtschaften realisieren zu können. Damit stehen viele Teichwirtschaften im Land vor dem wirtschaftlichen Aus. Andere Betriebe werden die Bewirtschaftung, Pflege und Instandhaltung der wirtschaftlich unrentablen Teichflächen einstellen müssen.
Der NABU-Brandenburg und der Landesfischereiverband sehen diese Entwicklung mit größter Sorge und wenden sich deshalb gemeinsam an die Öffentlichkeit. Beide Verbände fordern die Landesregierung auf, die Teichwirte in der gegenwärtigen Situation zu unterstützen und die Existenz der Betriebe zu sichern. Das gemeinsame Positionspapier von NABU-Brandenburg und Landesfischereiverband kann über den Web-Link abgerufen werden. | Weblink: http://www.lfvb.org/downloads/Positionspapier.pdf Autor: Lars Dettmann E-Mailkontakt | News vom: 09.07.2008 |
Biodiversität in Teichgebieten
 Vom 24. bis 26. April trafen sich Naturschützer, Teichwirte, Wissenschaftler und Vertreter verschiedener Behörden in den historischen Gemäuern des Rittergutes im thüringischen Knau. Die gemeinsame Sorge der Teilnehmer galt den Teichwirtschaften in Deutschland. Durch die extensive Bewirtschaftung haben sich Teichwirtschaften bundesweit zu Brennpunkten in Sachen Artenvielfalt entwickelt. Dieser an sich positive Nebeneffekt der Fischproduktion in Teichen bringt Naturschützer und Teichwirte an einen Tisch. Neben Ansätzen zur Lösung für verschiedene Zielkonflikte zwischen Naturschutz und Teichbewirtschaftung war die Sicherung der Teichwirtschaften ein Schwerpunkt in der Diskussion. Schäden durch verschiedene, geschützte Tierarten in den Fischbeständen der Teichwirte, Bedrohungen durch Krankheiten wie das Koi-Herpesvirus und Wassermangel in der Folge klimatischer Veränderungen machen den Teichwirten das Leben schwer und gefährden im schlimmsten Fall die Existenz von Betrieben. Diese Gefährdung trifft auch die Teiche an sich, deren Existenz von einer Weiterführung der extensiven Bewirtschaftung abhängig ist.
Ein Ergebnis der Tagung in Knau ist eine gemeinsame Abschlusserklärung der Teilnehmer (siehe Weblink), in der auf die wesentlichsten Punkte hingewiesen wird. Sie zeigt, dass Naturschützer und Teichwirte in einem Boot sitzen und nur gemeinsam in der Lage sein werden, die Teiche und die an und in ihnen lebende Artenvielfalt auch für künftige Generationen zu erhalten.
| Weblink: http://www.lfvb.org/downloads/abschlusserklaerung.pdf Autor: Lars Dettmann E-Mailkontakt | News vom: 21.08.2008 |
EFF Antragsformular
Die Beantragung von Fördermitteln im Rahmen des EFF hat formgebunden zu erfolgen. Das entsprechende Antragsformular für das Land Brandenburg kann als Word-Datei über den Weblink abgerufen werden.
Für mögliche Rückfragen zum Antrag stehen wir unter 03328/319150 zur Verfügung. | Weblink: http://www.lfvb.org/downloads/AntragEFF.doc Autor: Lars Dettmann E-Mailkontakt | News vom: 01.07.2008 |
Besser spät als nie ... die EFF-Richtlinie ist unterzeichnet.
Mit der Unterzeichnung können jetzt endlich Nägel mit Köpfen gemacht werden. Der Text der Verordnung kann per Klick auf den Weblink vom Server geladen werden. In der kommenden Woche werden wir auch das Antragsformular und die Kontaktdaten für Ansprechpartner bei Rückfragen zum Förderantrag online stellen. | Weblink: http://www.lfvb.org/downloads/Richtlinie_EFF.pdf Autor: Lars Dettmann E-Mailkontakt | News vom: 24.06.2008 |
Bestandsmanagement für den Kormoran - erkennt auch der Naturschutz die Notwendigkeit?
 Seit Jahren streiten sich Fischer und Vogelschützer über den richtigen Umgang mit dem Kormoran. Die Fronten sind in der Sache verhärtet und die nötige Sachlichkeit bleibt viel zu oft auf der Strecke. Aus Sicht der betroffenen Fischer, Angler und Teichwirte ist der gegenwärtige Zustand untragbar. Die wirtschaftlichen und die ökologischen Schäden an den Fischbeständen sind inzwischen unübersehbar. Der extensiven Karpfenteichwirtschaft droht durch die Kombination von gestrichenen Fördermitteln, Kormoranschäden und Koi-Herpesvirus das Aus. Die Erträge der Seen- und Flussfischerei sind mit dem Anwachsen der Kormoranbestände eingebrochen. Die EU sieht den Europischen Aal inzwischen als gefährdet an und hat eine entsprechende Schutzverordnung erlassen. Inzwischen fressen Kormorane im Land Brandenburg deutlich mehr Aale, als die Berufsfischer fangen. Auch die Schutzprogramme des Landesanglerverbandes für Äsche, Bach- und Meerforelleforelle, sowie den Atlantischen Lachs leiden unter dem Fraßdruck der Kormorane.
Vor diesem Hintergrund fordert der Landesfischereiverband seit Jahren eine nachhaltige Regulierung der Kormoranbestände. Was bei anderen Tierarten, wie Fuchs, Reh oder Schwarzwild heute selbstverständlich ist, wird beim Kormoran jedoch zu Politikum. Kein vernünftiger Mensch käme auf die Idee, z.B. das Wildschwein in Deutschland unter Schutz zu stellen, seine Bejagung nur in Ausnahmefällen im Zuge eines entsprechenden Antragsverfahrens zu genehmigen und die Landwirte dann auch noch auf den Folgen der entstehenden Wildschäden sitzen zu lassen. Bei der Fischerei leistet man sich jedoch einen solchen Widersinn in Sachen Kormoran. Hoffentlich erkennt der Naturschutz umgehend, dass beim Kormoran der Artenschutz inzwischen längst ausartet.
Der Landesfischereiverband hat auch in diesem Jahr beim Landesumweltamt Brandenburg einen Antrag für die Genehmigung von bestandsregulierenden Maßnahmen in Kormoranbrutkolonien gestellt. Ziel der beantragten Eingriffe ist das systematische Auskühlen der Gelege durch das Aufscheuchen der Vögel in einer kalten Nacht. Diese vergleichsweise schonende Methode der "Geburtenregulation" wurde in den vergangenen Jahren bereits in einzelnen Brutkolonien erfolgreich durchgeführt. Diese Maßnahmen haben Modellcharakter für ganz Deutschland und könnten bei einem möglichst flächendeckenden Einsatz mittelfristig zu einer maßvollen Reduzierung der Kormoranpopulation führen.
Die Begründung des Antrags kann über den Weblink aufgerufen werden.
Ergänzung: Der Antrag des Verbandes wurde von Landesumweltamt genehmigt. Unter der Aufsicht von Mitarbeitern der Staatlichen Vogelschutzwarte Brandenburg wurden die Eingriffe in der Kolonien Paretzer Tonstiche (ca. 520 Brutpaare) und Alter Wochowsee (560 Brutpaare) durchgeführt.
Durch sicherlich witterungsbedingte Verzögerungen hatten in der Kolonie Paretzer Tonstiche nur etwa 50% der anwesenden Brutpaare bereits mit dem Brutgeschäft begonnen. Bei der Kolonie am Alten Wochowsee wurde mit Rücksicht auf die in der gleichen Kolonie brütenden Graureiher nur ein Teil der brütenden Kormorane von den Nestern gescheucht. Auch hier blieben etwa 50% der vorhandenen Kormorangelege wegen der Nähe zu den brütenden Graureihern ungestört. Es hat sich gezeigt, dass mit dem Einsatz von Taschenlampen sehr gezielt und selektiv gearbeitet werden kann. Beeinträchtigungen anderer Vogelarten lassen sich so weitgehend vermeiden.
Der Landesfischereiverband bedankt sich bei der Landesregierung Brandenburgs, dem Landesumweltamt und insbesondere bei den Mitarbeitern der Staatlichen Vogelschutzwarte für die sehr gute Zusammenarbeit und Unterstützung bei unserem Bemühen um ein maßvolles und nachhaltiges Management der Kormoranbestände. | Weblink: http://www.lfvb.org/downloads/Antrag§43-Begruendung.pdf Autor: Lars Dettmann E-Mailkontakt | News vom: 03.07.2008 |
Wachwechsel beim Landesfischereiverband - Gernot Schmidt zum neuen Präsidenten gewählt
 Die Mitgliederversammlung hat am 06.03.2008 Herrn Gernot Schmidt mit einstimmigem Beschluss zum neuen Präsidenten des Landesfischereiverbandes gewählt. In seiner Antrittsrede unterstrich Gernot Schmidt die Bedeutung des Fischereiwesens im Land und wies auf die Vielzahl von Herausforderungen hin, denen die Fischerei heute gegenüber steht. Er betonte die Wichtigkeit eines koordinierten Vorgehens im Interesse der Fischerei. Der energische Kampf für die Erhaltung der Brandenburger Teichwirtschaften, die Forderung nach einem wirksamen Management der Kormoranbestände und die Fortsetzung von Schutz- und Besatzmaßnahmen für bedrohte Fischarten wie den Europäischen Aal, die Meerforelle oder den Atlantischen Lachs werden auch in Zukunft nicht von einander zu trennende Schwerpunkte der Verbandspolitik sein. Der neue Präsident versprach, bei diesen und anderen Themen sein politisches Gewicht im Interesse der Angler, Fischzüchter und Fischer des Landes einzubringen.
Die Neuwahl war erforderlich, nachdem Dr. Eberhardt Renner als bisheriger Präsident wie angekündigt sein Amt aus Altersgründen zur Verfügung gestellt hatte. In seinem Rechenschaftsbericht hatte er zuvor die Themenschwerpunkte des vergangenen Jahres skizziert und auf sowohl positive, als auch negative Entwicklungen hingewiesen. Abschließend zog Dr. Renner eine Bilanz seiner 18-jährigen Arbeit als Präsident des Landesfischereiverbandes und wies sowohl auf die Probleme, als auch auf die Chancen für Brandenburgs Fischerei hin. Als Anerkennung für seine langjährigen Verdienste verlieh ihm der Landesfischereiverband die Ehrenmitgliedschaft. Der Präsident des Landesanglerverbandes, Eberhard Weichenhahn, würdigte ebenfalls die Leistungen Dr. Renners mit der Übergabe der Ehrenauszeichnung des Landesanglerverbandes.
| Autor: Lars Dettmann / Foto: Dieter Mechtel E-Mailkontakt | News vom: 27.06.2008 |
Koi-Herpesvirusinfektion - Informationen zum aktuellen Stand
 Im Jahr 2007 hat sich das Problem mit dem Koi-Herpesvirus in der Karpfenteichwirtschaft weiter verschärft. In verschiedenen Teichwirtschaften Sachsens haben Krankheitsausbrüche zu erheblichen Verlusten bei Karpfen aller Alterklassen geführt. Teichwirtschaften im Land Brandenburg blieben bislang verschont. Diesen Status gilt es nach Möglichkeit zu erhalten. In Rücksprache mit Dr.Bergmann haben wir einen kurzen Überblick zum derzeitigen Stand der Dinge in Sachen KHV erstellt (siehe Weblink). | Weblink: http://www.lfvb.org/downloads/Informationen_KHV.pdf Autor: Lars Dettmann E-Mailkontakt | News vom: 23.06.2008 |
Fischgesundheitsdienst wieder erreichbar
Seit einigen Tagen ist Frau Petra Bartschat die neue Ansprechpartnerin in Sachen Fischgesundheitsdienst im Land Brandenburg.
Sie erreichen Frau Bartschat unter folgenden Rufnummern:
Mobil: 0170/5772592
Montag bis Mittwoch in Potsdam unter
Tel: 0331 / 5688 254
Fax: 0331 / 5688 257
und Donnerstag + Freitag in Frankfurt/Oder unter
Tel: 0335 / 5217 711
Fax:0335 / 5217 350
Die Postanschrift lautet:
LVLF, Referat 22
Petra Bartschat
Pappelallee 20
14469 Potsdam
e-Mail-Adresse: petra.bartschat@lvlf.brandenburg.de
Wir freuen uns auf eine ganz sicher sehr gute Zusammenarbeit mit Frau Bartschat, wünschen ihr viel Erfolg in ihrem neuen Aufgabenbereich und werden sie nach Kräften unterstützen. | Autor: Lars Dettmann E-Mailkontakt | News vom: 13.12.2007 |
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